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Kolumne September 2016:

Immer wieder der September

Warum nennen wir den September „September“? Er heißt „der Siebte“ und ist doch unser neunter Monat im Jahr. Zwischen seiner dritten und seiner vierten Woche befindet sich eine besondere Kalendergrenze. Am 22. oder 23. September jeden Jahres ist die sogenannte Tag-und-Nacht-Gleiche. Tag und Nacht dauern dann genau gleich lang, die Sonne steht in der Äquatorebene der Erde und geht an diesem Tag genau im Osten auf und genau im Westen wieder unter.

Als alte deutsche Namen für den Monat sind die Bezeichnungen „Engelmonat“, „Holzmonat“ („Witumanoth“) und „Scheidung“ überliefert, die vielfach auf die Zeit Karls des Großen (um 800) zurückgehen. Der „Herbstmonat“ (der „Herbistmanoth“), für den der September oft gehalten wird, war hingegen tatsächlich im Kalender erst der Monat November. Freilich liegt im September mit eben dem 22.9. oder dem 23.9. der kalendarische Herbstbeginn.

Im alten römischen Kalender zählte man den September, seinem Namen entsprechend, als siebten Monat. Das Jahr startete damals im März mit dem Entzünden des heiligen Feuers im Tempel der Vesta in Rom. Vor 2169 Jahren allerdings wurde der Jahresbeginn um zwei Monate vorverlegt, die jeweils für ein Jahr ernannten Konsuln begannen ihre Herrschaft ganze zwei Monate früher am 1. Januarius. Seitdem hatte der Name des Monats September und seine Stellung im Jahr hatten nichts mehr miteinander zu tun. Daran haben auch die verschiedensten Kalenderreformen (die „julianische“ ab dem Jahr 45 vor Christi Geburt, die „gregorianische“ im 16. Jahrhundert der neuen Zeitrechnung) nichts geändert.

Der siebte Monat hat seitdem allen römischen Versuchen widerstanden, ihn großmächtig umzubenennen: der römische Imperator Caligula (Herrscher von 37 bis 41 nach Christus) etwa bezeichnete den September nach seinem Vater als „Germanicus“, Domitian (Kaiser von 81 bis 96 nach Christus), einer seiner Nachfolger, ebenso. Zu Ehren des Kaisers Tiberius schlug seinerzeit der römische Senat einmal vor, den September in „Tiberius“ umzubenennen, so wie man es vor-her mit dem „August“ zu Ehren des Kaisers Augustus und mit dem „Juli“ zu Ehren von Julius Caesar getan hatte – Tiberius lehnte kopfschüttelnd und weitsichtig ab. Der insgesamt exzentrische Kaiser Commodus schließlich (Herrscher der Jahre 180 bis 192 nach Christi Geburt) war auch in der Hin-sicht besonders: Er benannte gleich alle zwölf Monate des Jahres nach sich selbst …

Weil es im September keine Feiertage gibt – die Zeit des Oktoberfestes in München ab Mitte September ausgenommen –, eignet er sich offensichtlich gut als Ende der Ferienzeit und Schulbeginn.

Was auch immer für Sie in diesen Tagen wieder beginnt, wie auch immer Sie die Tage, Wochen und Monate des Jahres für sich zählen und rechnen: alles Gute und Gottes Segen auch im September!


Ihr
Pfarrer Dr. Stefan Koch 






Tageslosung für:

Montag, 29. August 2016
Du sollst den Geringen nicht vorziehen, aber auch den Großen nicht begünstigen.
Haltet den Glauben an Jesus Christus, unsern Herrn der Herrlichkeit, frei von allem Ansehen der Person.

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